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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 1,55 € |
1,48 € |
+0,065 € |
+4,39 % |
22.04/10:00 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007314007 |
731400 |
- € |
- € |
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Heidelberger Druck halten 08.11.2002
LB Baden-Württemberg
Harald Rehmet, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg, empfiehlt die Aktie der Heidelberger Druck (WKN 731400) zu halten.
Zur Verbesserung der Kostenstruktur der Sparte Digital werde die Produktion auf den Standort Rochester, USA konzentriert. Dies bedeute die Verlagerung der NexPress-Montage von Kiel und der Finishing-Lösungen von Mühlhausen nach USA, womit eine Kostenreduzierung von 40 Mio. EUR p.a. angestrebt werde. Die zwei kleineren Postpress-Standorte Mühlhausen und Ludwigsburg würden in einem modernen, größeren Werk im Großraum Stuttgart zusammengeführt. Die Verkaufserlöse der Grundstücke dürften zur Reduzierung des Restrukturierungsaufwands beitragen. Das Einsparpotenzial des Bereichs werde auf 20 Mio. EUR veranschlagt.
Durch die Konzentration der Produktion auf neue Technologien und einen weiteren Personalabbau um 200 Mitarbeiter werde eine Optimierung der Kostenstrukturen und Prozesse bei Web Systems angestrebt. Damit sollten die Kosten um weitere 30 Mio. EUR gesenkt werden, um die Voraussetzungen für schwarze Zahlen im nächsten Geschäftsjahr zu schaffen. Zur verbesserten Integration der Bereiche Prepress und Sheetfed werde die CtP-Produktion von Kiel nach Wiesloch verlagert. In Kiel würden 600 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung und Service verbleiben, die Produktion werde an diesem Standort vollständig eingestellt. Die daraus resultierende Optimierung der Geschäftsprozesse führe an den Standorten Heidelberg und Wiesloch zum Abbau von knapp 900 Stellen und einem Einsparpotenzial von 110 Mio. EUR.
Die unveränderte Umsatzprognose des Unternehmens von 4,4 –4,6 Mrd. EUR werde durch die neu zu konsolidierende Unternehmen Gallus und IDAB WAMAC gestützt. Im Hinblick auf den Auftragsbestand von als zu niedrig eingeschätzten 1,23 Mrd. EUR und dem schwachen Orderaufkommen bleibe das Ziel gleichwohl ehrgeizig, denn dafür sei im zweiten Halbjahr ein deutlich höherer Auftragseingang notwendig. Aufgrund der schwachen Basis, dem üblicherweise saisonal stärkeren zweiten Halbjahr und dem Ordervolumen von 130 Mio. EUR durch die US-Messe Graph Expo Anfang Oktober erscheine den Analysten dies trotz ausbleibender Konjunkturerholung realistisch, wenn auch nicht in ausreichendem Umfang.
Im Hinblick auf die strukturellen Probleme und der anhaltend niedrigen Kapazitätsauslastung der Druckindustrie vor allem in den USA und Deutschland sowie der anhaltend negativen Prognosen zu Konjunktur und Werbeausgaben hätte sich Heidelberg beim Ausblick für das nächste Jahr eher skeptisch gezeigt. Die deutliche Ertragsverbesserung resultiere daher vor allem aus dem Kostensenkungsprogramm und dem Wegfall der Restrukturierungskosten. Die Analysten würden ihre Umsatzschätzungen für 2002/03 daher nochmals leicht von 4,47 Mrd. EUR auf 4,38 Mrd. EUR und für 2003/04 von 4,78 Mrd. EUR auf 4,47 Mrd. EUR senken. Beim EBIT würden die Analysten vor Restrukturierungsaufwand mit einem Rückgang von 42 % auf 208 Mio. EUR und einer Erholung im Folgejahr um 87 % auf 389 Mio. EUR rechnen. Die Analysten würden ihre Gewinnprognosen nach Restrukturierung von 1,77 EUR auf 0,20 EUR und für 2003/04 von 2,53 EUR auf 2,44 EUR je Aktie reduzieren.
Das Rating der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg für die Heidelberger Druck-Aktie lautet "halten".
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